Wer hat noch nicht von dem Film gehört, der damals 9 Oscars bekommen hat? Basierend auf der wahren Geschichte des letzten Kaisers von China, Pǔ Yí (溥仪), hat das Liaoning Ballett gemeinsam mit dem Stuttgarter Ballett 2002 die Premiere von Der letzte Kaiser aufgeführt.
Die Geschichte des letzten Kaisers von China ist bewegend: Mit nur drei Jahren wurde er zum Kaiser ernannt, später wurde er aus der Verbotenen Stadt vertrieben und von den Japanern als “Marionettenkaiser” eingesetzt. Doch auch nur dieser Traum sollte kurz halten, als die Japaner seine Garde ermorden und seine Frau ihn verlässt. Als Kriegsgefangener wurde er unter Mao schließlich begnadigt und bekam einen Job als Gärtner im botanischen Garten von Beijing.
Dieses Wochenende waren zwei Aufführungen in Wien, am 10.10. hat man im Salzburger Festspielhaus noch Gelegenheit, sich dieses Ballettstück anzusehen. Jeder, der sich für Kunst und chinesische Geschichte interessiert sollte sich einen Besuch überlegen.
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11. Februar 2013 23:44
Die Autobiographie des letzten Kaisers von China.Pu Yi, bietet uns Einblicke in eine fremde, ferne Welt. Als dreijähriger zum gottgleichen Kindkaiser erhoben schreibt er 50 Jahre später im kommunistischen Umerziehungslager seine Lebensgeschichte, die 1964 herausgegeben wird. Zeit seines Lebens war Pu Yi ein Sklave. Sklave eines von korrupten Eunuchen regierten Hofes, später Marionette von verschiedenen Ausländischen Mächten, unter deren Einfluss er stand und am Ende untertänigster Untertan des kommunistischen Regimes Chinas. Rückgrat und eigenständige, entscheidungsfähige Persönlichkeit zu entwickeln waren ihm, als Kind unter der Fuchtel des Hofes, nicht erlaubt und das hat sich später bitter gerächt.Trotz der interessanten Einblicke in ein von außen zu jener Zeit kaum einsehbares System oder gerade darum, sollte man beim Lesen des Buches nie vergessen das Pu Yi dieses Buch unter dem Einfluß seiner letzten Herren geschrieben hat. Nein, man kann es gar nicht vergessen, zu kritisch geht Pu Yi mit sich und seiner Geschichte ins Gericht. Immer wieder fühlt man, in den einzelnen Kapiteln, den übermächtigen Eindruck des kommunistischen Zensors. Pu Yi, Kaiser, Opfer, Untertan, blieb bis zum Ende eine Marionette.