Cross-Border E-Commerce (CBEC)
- Lokale Gesellschaft: Nicht erforderlich
- Produktregistrierung: Entfällt (Positivliste)
- Steuerliche Basis: 70% des Warenwerts
- Bestelllimits: 5.000 RMB pro Bestellung, 26.000 RMB pro Jahr und Person
- Logistik: Bonded Warehouse oder Direktversand
- Rechnungsstellung: Keine Fapiao (nur Quittung)
- Zielgruppe: B2C-Endkunden
- Einstiegshürde: Gering
Traditioneller Vertrieb (General Trade)
- Lokale Gesellschaft: Erforderlich (WFOE) oder Partnerschaft mit Importeur
- Produktregistrierung: Pflicht (z.B. CFDA für Kosmetik, FDA für Lebensmittel) – dauert oft 6–12 Monate
- Steuerliche Basis: 100% des Warenwerts
- Bestelllimits: Keine
- Logistik: Standard-Import über Speditionen
- Rechnungsstellung: Fapiao möglich (wichtig für B2B)
- Zielgruppe: B2B und B2C
- Einstiegshürde: Hoch
Hybrid-Strategien: Das Beste aus beiden Welten
Viele erfolgreiche Marken durchlaufen eine typische Entwicklung:
- Phase 1 – CBEC-Test: Über Tmall Global oder JD Worldwide wird der Markt getestet. Die niedrigen Hürden erlauben schnelles Lernen.
- Phase 2 – Lokalisierung: Sobald sich erste Erfolge einstellen, wird eine lokale WFOE gegründet. Produkte, die sich bewährt haben, werden nun im General Trade registriert.
- Phase 3 – Omnichannel: Neben CBEC wird der stationäre Handel erschlossen, eigene Mini-Programme aufgebaut und B2B-Geschäft mit Fapiao-Abwicklung möglich.
CBEC bleibt dabei oft parallel bestehen – für Produkte, die sich noch im Test befinden oder für die sich eine aufwendige Registrierung nicht lohnt.
